4. Tibeter – Die Brücke

Grundstellung:
Sitzen, Oberkörper aufrecht, Beine ausgestreckt, Versen etwa Handbreit auseinander, Zehen geflext. Hände stützen neben dem Becken auf, Fingerspitzen zeigen nach vorne. Schultern nicht hochziehen.

Die Übung beginnt ausgeatmet mit dem Kinn Richtung Brustbein. Der Nacken ist gedehnt. Die Bewegung wird immer vom Becken und nie von den Beinen eingeleitet.

5 Tibeter - Brücke - Grundstellung

Ausführung Version A:
Im EA (= Einatmen) das Becken im Bogen nach vorne, oben heben.
Kinn bleibt Richtung Brustbein. Die Arme sind (fast) durchgestreckt.

5 Tibeter - Brücke- Ausführung

Im AA (=Ausatmen) den Kopf langsam und behutsam nach unten sinken lassen. Mund dabei evtl. leicht öffnen. Beugt Verspannungen im Unterkiefer vor und verhindert einen evtl. negativen Einfluss auf die Schilddrüse.

5 Tibeter - Brücke- Ausführung

Im EA zurück in den Sitz. Kopf nach oben, Nacken gerade. Im AA sinkt das Kinn Richtung Brustbein, Nacken gedehnt.

5 Tibeter - Brücke- Grundstellung

Ausführung Version B:
Im EA das Becken im Bogen nach vorne, oben heben, der Oberkörper ist waagerecht. Die Arme sind (fast) durchgestreckt. Den Kopf langsam und behutsam nach unten sinken lassen. Mund dabei evtl. leicht öffnen. (Beugt Verspannungen im Unterkiefer vor.)
Tipp: Wenn möglich in dieser Position alle Muskeln für einen Moment anspannen.
Im AA zurück in den Sitz. Kopf nach oben, Nacken gerade. Danach sinkt das Kinn wieder Richtung Brustbein, Nacken gedehnt. (Grundstellung)

Version A ist viel meditativer auszuführen als Version B und deshalb in meinen Augen die deutlich bessere Wahl.

Nicht vergessen oder „einsparen“: Die Entlastungshaltung.

5 Tibeter - Brücke - Entlastungshaltung

Alle Übungen in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr.

Zum 5. Tibeter – Die Kobra

Zum Übungsvideo

20 Gedanken zu „4. Tibeter – Die Brücke“

  1. Hallo Brunno
    Habe seit längerer Zeit probleme mit der Hüfte,
    seitdem ich die fünf Tibeter übe ist es viel besser geworden.Tut mir richtig gut.
    Habe aber jetzt probleme mit den handgelenken was kann ich tun ?

    Antworten
    • Hallo Hubert,
      schön wenn dir die „Tibeter“ schon etwas geholfen haben. Nicht wenige Übende haben öfter Probleme mit den Handgelenken. Hier, genau wie bei anderen Beschwerden, ist es immer wichtig dem Körper Zeit zu geben. Zeit sich an die neuen Anforderungen zu gewöhnen und sich anzupassen. Es kann durchaus hilfreich sein etwas weniger Wiederholungen auszuführen, bis die Handgelenke sich gekräftigt haben. Gerade wenn du schon Probleme hast ist es nicht gut hier bis an deine Grenzen zu gehen, oder zu üben bis es schmerzt.
      Was unserer Erfahrung nach hier auch gut hilft ist, wie ich auch in der Anleitung als Tipp geschrieben habe: „Wenn beim Abstützen die Handgelenke schmerzen oder anfangs noch zu schwach sind, auf der Faust abstützen“. Der Vorteil ist, dass das Handgelenk nicht abgewinkelt ist sondern gerade steht. Somit wird oft das „Stechen“ im Handgelenk vermieden.

      Ich hoffe das hilft dir erst mal weiter
      Bruno

      Antworten
  2. Ich – 51 – übe seit 2 Wochen die 5 Tibeter. Ich komme soweit ganz gut damit klar, außer mit dem 4.Tibeter.
    Mein Problem ist, dass ich es aus der Brücke heraus nicht schaffe, wieder genau in die Ausgangsposition zu kommen, d.h. dass mein Po zwischen meinen Händen wieder ist. Ich komme immer vorher auf. Was mache ich falsch bzw.was muss ich wie stärken, damit ich die Übung korrekt ausführen kann?

    Antworten
    • Hallo Kerstin
      Ohne deinen Bewegungsablauf zu sehen ist das schwer zu beantworten. Fehlt dir die Stützkraft oder etwas anderes?
      Vielleicht konzentrierst du dich mal darauf, das Becken in einem Bogen nach vorne oben zu schieben. Bei der Rückwärtsbewegung, wieder die Konzentration auf die Bogenbewegung. Die Bewegung ganz bewusst bis zum Ende (zwischen den Handflächen) durchführen. Wenn du gar nicht weiterkommst dann schreibe noch einmal oder komm, wenn du in der Nähe wohnst, mal bei uns vorbei.

      Viel Erfolg
      Bruno

      Antworten
  3. Hallo Bruno,

    habe zum ersten Mal die 5 Tibeter probiert. Bin aber nur bis zum vierten gekommen. Nach diesem wurde es mir furchtbar übel.
    Woher kommt das. Den 5. hab ich mich dann gar nicht mehr getraut, weil der am schwierigsten aussieht.

    Danke!
    LG Susi

    Antworten
    • Hallo Susi,

      das ist aus der Ferne unmöglich zu raten. Hier können viele Faktoren verantwortlich sein: Wiederholungsanzahl, Tagesform, Gesundheitszustand, „versteckte“ Krankheiten und vieles mehr.

      Ich würde dir raten am Anfang nur 3-5 Wiederholungen auszuführen, evtl. mit Pausen dazwischen.
      Du kannst gerne auch mal einen Termin bei uns ausmachen.
      Wenn es nicht besser wird solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

      Viel Erfolg
      Bruno

      Antworten

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