Die 5 Tibeter – auf meine Art

Bruno-StraubIch praktiziere die 5 Tibeter jetzt seit Mitte der 1990er. Den größten Teil dieser Zeit auch als Trainer. In dieser Zeit sind gewisse “Veränderungen” bei der Übungsausführung, fast zwangsweise, mit eingeflossen.

Die Menschen, die zu uns kommen, haben in der Regel irgendwelche Beschwerden und/oder sind schon etwas älter. Kein Trainer/Lehrer sollte von diesen Menschen verlangen, dass sie sich genau so bewegen können wie er, der diese Übungen meist schon seit Jahren praktiziert. Ebensowenig dass sie sich so bewegen können wie Jüngere oder Sportler.

Meiner Erfahrung nach kann das sture Üben nach den Vorgaben in Büchern zu gesundheitlichen Problemen führen. Wir sollten immer daran denken:

Körperübungen wie die 5 Tibeter sind für uns Menschen gemacht und erdacht worden! Nicht wir für die Übungen!

Dies verlangt, bei dem einen oder anderen, eben eine etwas andere Herangehensweise als manchmal in den Büchern vorgegeben wird. Als Trainer/Lehrer haben wir auch die Aufgabe Interessierte vorsichtig an Körperübungen heranzuführen. Sie sollten nicht überfordert werden oder sogar Schaden nehmen. Wir müssen ihr Interesse und ihre Freude daran erhalten und ihnen die Gelegenheit geben “hinein zu Wachsen”.

5-Tibeter-anleitung

Ich finde viel wichtiger als eine so genannte “korrekte Ausführung” ist es BEWUSST und KONZENTRIERT zu Üben, den SPASS und die NEUGIERDE dabei nicht zu verlieren. Dies versuche ich meinen Schülern zu vermitteln. Ich hoffe und wünsche dass mir dieses meistens gelingen mag.

Ebenso bin ich mir sicher, dass meine Einstellung bei bestimmten Leuten zu Kritik führen wird.

5 Tibeter Übungsanleitung:

1. Tibeter  –  2. Tibeter  –  3. Tibeter  –  4. Tibeter  –  5. Tibeter

36 Kommentare
Neuere Kommentare »
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Udo

      Danke für Deine Frage.
      Natürlich ist es nicht egal wie wir Atmen. Nicht im Alltag und auch nicht bei den „Tibetern“.

      Bei allen Übungen erfolgt die Atmung durch die Nase. Das habe ich leider nur bei der „Rückbeuge“ in die Anleitung mit aufgenommen: „Die Atmung erfolgt aber weiterhin, wie auch bei den anderen Übungen, durch die Nase.“

      Jetzt noch einmal deutlich: Normalerweise atmen wir bei den Tibetern, und auch anderen Yoga Übungen, immer durch die Nase. Ausnahmen sind spezielle Übungen und Atemtechniken. Die Atmung „führt“ auch die Bewegung. Das heißt, die Atmung setzt einen winzigen Augenblick vor der Bewegung ein.
      Die Atmung ist ein so zentraler Punkt, dass wir bei Kursen immer vor dem Üben darauf eingehen.

      Hoffe Deine Frage geklärt zu haben?
      Gruß Bruno

      Antworten
      • Ulf
        Ulf sagte:

        Hallo,

        ich mache regelmäßig die 5 Tibeter mit 15 Wiederholungen pro Tibeter.

        Gelernt habe ich sie aber so, dass man durch die Nase einatmet und durch den Mund hörbar ausatmet. Sie sagen, dass auch durch die Nase ausgeatmet wird und nicht durch den Mund.

        Was ist richtig?

        Freundliche Grüße
        Ulf

        Antworten
        • Bruno Straub
          Bruno Straub sagte:

          Hallo Ulf,
          Zuerst einmal: Regelmäßig mit 15 Wdh. zu Üben ist eine tolle Sache!
          Bei (fast) allen Yoga-Übungen die ich kenne erfolgt die Atmung über die Nase. Dies hat physiologische Gründe. Nur bei bestimmten Atemübungen oder aus einem besonderen Grund wird auch mal über den Mund ein- oder ausgeatmet. (6. Tibeter)

          In Yoga
          Bruno

          Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Chrissy
      Natürlich kann man zu jeder Tageszeit üben. Wenn dir morgens die Zeit zu knapp ist, ist es natürlich besser später am Tag zu üben oder etwas früher auf zu stehen.
      Für mich ist die beste Zeit am Morgen, nach dem Aufstehen. So kommt der Organismus richtig in Gang und ich bin gut vorbereitet für den Tag.
      Es ist sinnvoll, wenn möglich, immer zur gleichen Zeit zu üben. Doch am wichtigsten ist es natürlich überhaupt zu üben. Besser irgendwann am Tag als gar nicht!

      Viel Spaß
      Bruno

      Antworten
  1. Rudolf S.
    Rudolf S. sagte:

    Ich bin jetzt fast 70 Jahre alt, habe außer Radfahren und Bergwandern nie Sport betrieben und bin jetzt nach längerer Krankheit ohne Bewegung ganz schön „runter“. Ich schaffe nicht einmal EINE Übung mit 5 Wiederholungen. Ich hoffe, man kann auch hier ganz klein anfangen. Was ist besser: Eine Übung so lange wiederholen, bis es nicht mehr geht – und der Punkt ist jetzt schnell erreicht – oder aber von jeder nur zwei, aber dafür alle fünf?

    Viele Grüße

    Rudi

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Rudi

      Radfahren und Bergwandern ist für den Körper ja wunderbar geeignet. (Bewegung an frischer Luft und Aussichten die das Herz erfreuen können.)
      Wenn du zur Zeit nicht so leistungsfähig bist solltest du sehr langsam und vorsichtig beginnen. Gerade dann müssen es nicht gleich 5 Wiederholungen sein. Gib deinem Körper Zeit sich an die Belastung anzupassen. Versuche 2 oder 3 Wiederholungen auszuführen. Danach kannst du eine kleine Pause einlegen in der du auf deinen Atem achtest und dich etwas erholen kannst. Danach eventuell nochmals 1 oder 2 versuchen. Wichtig ist das du dich ruhig etwas fordern kannst aber natürlich aufpassen musst dich nicht zu überanstrengen. Beginne ruhig mit kleinen aber stetigen Schritten. Mit der Zeit werden es dann auch ein paar Wiederholungen mehr werden.
      Viel wichtiger als eine hohe Zahl von Wiederholungen ist es aber achtsam, konzentriert und im richtigen Atemrhythmus zu üben. Bitte nimm dir auch unbedingt Zeit für die Entlastungshaltungen.
      Die Übungen heben jeweils eigene Wirkungen auf unsere Chakren oder endokrinen Drüsen. Deshalb, wenn es geht, womöglich immer alle 5 ausführen um eine Harmonisierung der Hormonausschüttung zu erreichen.
      Du weist ja: Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt…

      Bleib motiviert und beste Grüße
      Bruno

      Antworten
  2. DAGMAR
    DAGMAR sagte:

    Hallo,
    jetzt muss ich ganz blöd fragen. Wiederhole ich die gesamte Übung (also zB das Drehen) inkl, Ausgleichsübung 21 Mal, oder nur die Einzelbewegungen in der Übung (also 21 Mal drehen dann weiter zur nächsten Übung)?

    Danke für Ihre Antwort
    lg
    Dagmar

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Dagmar
      Für den 1. Tibeter – das Drehen – gibt es keine Ausgleichsübung oder Entlastungshaltung.
      Anders bei den übrigen vier. Fünf bewusste Atemzüge in den Entlastungshaltungen reichen völlig aus.
      Es ist auch nicht unbedingt notwendig 21 Wiederholungen auszuführen. Viel wichtiger und wirkungsvoller ist es jede einzelne Bewegung achtsam, bewusst, konzentriert und mit dem richtigen Atemrhythmus auszuführen. Wenn man versucht immer 21 Wiederholungen zu erreichen, und der Körper ist noch nicht so weit, rutscht man leicht in reines „Fitnesstraining“ ab. Die 5 Tibeter haben aber eine allumfassende Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Diese erreichen wir aber nur wenn wir auf die oben beschriebene Art „Üben“. Wenn du mehr Fragen hast, dann komm doch gerne mal zu einer Übungseinheit vorbei.

      Viel Erfolg beim Üben
      Bruno

      Antworten
    • Michael
      Michael sagte:

      Nach meiner Erfahrung fällt das Drehen leichter, wenn man den Kopf nicht gleichmäßig mit dem Körper mitdreht sondern einen Punkt in der Ferne so lange wie angenehm fixiert, dann schnell den Kopf wendet und wieder den Punkt ansieht. Das beugt Schwindel vor. Drehgeschwindigkeit im langsamen Atemtakt, eine Drehung ausatmen, nächste Drehung einatmen. Zum Abschluß der 21 Drehungen die Arme geradeaus strecken und etliche tiefe Atemzüge lang so halten.

      Antworten
      • Bruno Straub
        Bruno Straub sagte:

        Hallo Michael
        In der Anleitung für „Das Drehen“ steht:
        Tipp: Punkt an der Wand fixieren, Blick darauf „stehen“ lassen. Drehen und zum Schluss den Kopf „mitnehmen“.
        Ich denke, das ist mit anderen Worten, was du meinst.
        Deinen Atemrhythmus kann ich persönlich nicht nachvollziehen, da die Drehgeschwindigkeiten individuell sehr variieren. Wenn es sich so für dich gut anfühlt, dann bleib dabei.
        Meine Ansicht zum Thema „21 Wiederholungen“ findest du an mehreren Stellen.

        Danke für deine Tipps
        Bruno

        PS Teile doch gerne mal deine Erfahrungen in der Rubrik „5 Tibeter Erfahrungsberichte“ mit.

        Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Pia
      Am Anfang reichen ca. 5 – 7 Wiederholungen pro Übung sicher aus. Gib deinem Körper Zeit sich an die Bewegungen zu gewöhnen.
      Wenn der Bewegungsablauf stimmt und du mit der Atmung auch zurecht kommst kannst du jede Woche um 2 Wiederholungen steigern. 15 – 21 Wdh. sind sicherlich genug.
      Denke daran: Es kommt hier auf die „Qualität“ der Bewegung an und nicht auf die Quantität.

      Viel Spaß beim Üben
      Bruno

      Antworten
Neuere Kommentare »

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Datenschutzerklärung