Die 5 Tibeter – auf meine Art

Bruno-StraubIch praktiziere die 5 Tibeter jetzt seit Mitte der 1990er. Den größten Teil dieser Zeit auch als Trainer. In dieser Zeit sind gewisse “Veränderungen” bei der Übungsausführung, fast zwangsweise, mit eingeflossen.

Die Menschen, die zu uns kommen, haben in der Regel irgendwelche Beschwerden und/oder sind schon etwas älter. Kein Trainer/Lehrer sollte von diesen Menschen verlangen, dass sie sich genau so bewegen können wie er, der diese Übungen meist schon seit Jahren praktiziert. Ebensowenig dass sie sich so bewegen können wie Jüngere oder Sportler.

Meiner Erfahrung nach kann das sture Üben nach den Vorgaben in Büchern zu gesundheitlichen Problemen führen. Wir sollten immer daran denken:

Körperübungen wie die 5 Tibeter sind für uns Menschen gemacht und erdacht worden! Nicht wir für die Übungen!

Dies verlangt, bei dem einen oder anderen, eben eine etwas andere Herangehensweise als manchmal in den Büchern vorgegeben wird. Als Trainer/Lehrer haben wir auch die Aufgabe Interessierte vorsichtig an Körperübungen heranzuführen. Sie sollten nicht überfordert werden oder sogar Schaden nehmen. Wir müssen ihr Interesse und ihre Freude daran erhalten und ihnen die Gelegenheit geben “hinein zu Wachsen”.

5-Tibeter-anleitung

Ich finde viel wichtiger als eine so genannte “korrekte Ausführung” ist es BEWUSST und KONZENTRIERT zu Üben, den SPASS und die NEUGIERDE dabei nicht zu verlieren. Dies versuche ich meinen Schülern zu vermitteln. Ich hoffe und wünsche dass mir dieses meistens gelingen mag.

Ebenso bin ich mir sicher, dass meine Einstellung bei bestimmten Leuten zu Kritik führen wird.

5 Tibeter Übungsanleitung:

1. Tibeter  –  2. Tibeter  –  3. Tibeter  –  4. Tibeter  –  5. Tibeter

34 Kommentare
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  1. Christine Unger
    Christine Unger sagte:

    Hallo Bruno,
    beim 2. Tibeter gehen bezüglich des Atmens offensichtlich die Meinungen auseinander:
    Peter Kelder meint, man solle beim Heben der Beine einatmen.
    Torsten Schütz („Die 6 Tibeter“) sagt genau das Gegenteil.
    Wie siehst du das?
    Generell heißt es (beim Sport): bei der Anstrengung ausatmen – das würde also eher Torsten Schütz entsprechen.
    Liebe Grüße
    Christine

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Liebe Christine,
      Meine Ansicht zur Atmung beim 2. Tibeter findest Du bei den Übungen: 2.Tibeter – Beine Heben…
      Allerdings bedeuten die Tibeter, richtig ausgeführt, keine Anstrengung und sind, nach meiner Ansicht, nicht mit Sport zu vergleichen.
      Schöne Grüße
      Bruno

      Antworten
  2. swingingmartini
    swingingmartini sagte:

    Hallo Bruno, ich fange gerade mit den 5 Tibeter an. Leider muss ich sagen, das mir nach zwei Wiederholungen, egal bei welcher Übung, schwindelig wird. Mir fällt es auch schwer durch die Nase ein und auszuatmen. Ich bekomme nie genügend Luft(so fühlt es sich an).
    Allerdings, wenn ich so atme wie immer finde i die Übungen sehr schön und ich kann mich auf meinen Körper konzentrieren. Ist das auch okay?

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Swingingmartini,
      Das ist so eine Sache aus der Ferne…
      Wenn mir nach 2 Wiederholungen immer schwindelig würde, würde ich einen Arzt aufsuchen!

      Ein paar Gedanken zur Atmung:
      Das Einatmen sollte immer durch die Nase erfolgen. Die Nase ist das Organ zur „Aufbereitung“ der Luft. Sie wird in den Nasengängen entstaubt, vorgewärmt und evtl. angefeuchtet.
      Atmen wir durch die Nase ein aber durch den Mund aus, wird die Luft zwar angewärmt, gibt aber beim AA keine Wärme mehr an die Nase ab, die sich dadurch abkühlen kann. Dies wiederum kann (bei sehr kaltem Wetter) zu Schnupfen oder einer Bronchitis führen.
      Die Nasenlöcher regeln das Einströmen der Luft und verlangsamen den Atemvorgang.
      Beim EA saugen die Lungen Luft und Blut in einem bestimmten Verhältnis an. Das EA durch den Mund bringt dieses Verhältnis und somit den empfindlichen Atemmechanismus aus dem Gleichgewicht.
      Durch den Mund einatmen stellt nur eine Notmaßnahme für den Organismus dar, auf die er zurückgreift, wenn der Sauerstoffverbrauch höher als normal und über die Nasenatmung nicht mehr zu decken ist. Beispielsweise bei einer großen Kraftanstrengung oder sehr schnellem Laufen.

      Komm gerne, wenn es Dir möglich ist, mal zu einer Übungseinheit vorbei.

      Wer nur halb atmet, lebt nur halb;
      und wer die Kunst des Atmens beherrscht,
      beherrscht auch die Kunst des Lebens.
      Shri Yogendra

      Viel Erfolg auf Deinem Weg
      Bruno

      Antworten
  3. Kathi
    Kathi sagte:

    Lieber Bruno, ich habe durch Zufall deine Anleitung gefunden. Vielen Dank dafür. Ich bin noch ganz am Anfang, versuche aber täglich zu üben. Deine Antworten auf vorherige Fragen machen mir Mut dabei zu bleiben, auch wenn ich noch Probleme habe Atmung, Bewegung und Konzentration auf die Reihe zu bekommen. Nochmal vielen Dank .

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Liebe Kathi,
      Es freut mich sehr wenn Du hier Hilfestellung findest – und nutzt. Deshalb gibt es diese Seite.
      Wenn Du Fragen hast dann melde Dich oder komm mal auf eine Übungseinheit vorbei.

      Mit den Worten von Swami Siwânanda
      Eine Unze Praxis ist besser
      als eine Tonne Theorie.

      Bruno

      Antworten
  4. dhyan udo
    dhyan udo sagte:

    Hallo Bruno

    eine letzte Frage !
    Wie oft kann man die 21 Sequenz am Tag machen ? Oder reicht einfach 1 Sequenz. Ich habe des Öfteren Lust tagsüber, doch frage mich ob das die Wirbeldrehung erhöht oder nicht ?

    lieben Gruss
    Udo

    Antworten
    • Bruno Straub
      Bruno Straub sagte:

      Hallo Udo
      Aus meiner Sicht sind 21 Wdh. nicht unbedingt notwendig. Natürlich, wenn du kannst, spricht auch nichts gegen die 21.
      Wenn du aber sehr bewusst und konzentriert übst, den Atem mit der Bewegung zu einer Einheit verbindest, sowie die Entlastungshaltungen mit einbeziehst reicht das für die Wirkung der Tibeter sicher aus. Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn Atemübungen oder eine kleine Meditation anzuschließen.
      Wenn du aber Lust auf Bewegung hast, warum nicht? Hier stellt sich mir dann aber die Frage ob es so nicht zum „Fitnesstraining“ wird? (Ist ja auch nicht schlecht)

      Gehe DEINEN Weg
      Bruno

      Antworten
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