5. Tibeter – Die Kobra

Grundstellung:
Sitze auf den Fersen, die Zehen sind aufgestellt der Oberkörper beugt nach vorne. Die Arme sind lang ausgestreckt, Handflächen am Boden.
Die Übung beginnt immer ausgeatmet mit dem Kinn Richtung Brustbein. Der Nacken ist gedehnt. (lang)

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Ausführung:
Im EA (= Einatmen) die Beine strecken, das Gesäß nach hinten und oben bringen, die Fersen ziehen zum Boden. Das Kinn geht Richtung Brustbein, Hohlkreuz versuchen. Hände und Füße bleiben an ihrem Platz.

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Im AA (=Ausatmen) schiebt die Hüfte nach vorne, unten, berührt aber nicht den Boden. Die Wirbelsäule biegt – vom Lendenwirbel zum Halswirbel – langsam, Wirbel für Wirbel, nach hinten durch. Sich hier wirklich auch vorstellen wie ein Wirbel nach dem anderen bewegt wird, wie eine Perlenkette. Den Brustbereich in der Vorstellung wieder “weit öffnen”. Den Kopf langsam und behutsam in den Nacken sinken lassen. Mund dabei evtl. leicht öffnen. (Beugt Verspannungen im Unterkiefer vor.)

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Nicht Vergessen: Die Entlastungshaltung

5-tibeter-kobra- entlastungshaltung

Wenn Ihnen diese Haltung am Anfang noch zu Anstrengend ist probieren Sie nachstehende Version. Die Entlastungshaltung soll immer bequem einzunehmen und zu halten sein.

5-tibeter-kobra- entlastungshaltung

Die Entlastungshaltungen sind fester Bestandteil der Übungen!

Alle Übungen in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr.

Zum Übungsvideo


36 Antworten auf “5. Tibeter – Die Kobra”

  1. Diese Anleitung finde ich als Yoga-Geübte ganz prima! Ich finde alles was ich mir wünsche – auch in den Kommentaren und den Antworten von Bruno – um die Fünf Tibeter in meinen Alltag – endlich :-) – zu integrieren.
    Vielen Dank, Kerstin Geil

  2. Die Beschreibungen der Übungen finde ich sehr gut, allerdings weiß ich nicht was „geflext“ (Zehen) ist. Auch die Angabe, die Schulterblätter auseinanderzuziehen und nach hinten zu drehen verstehe ich nicht, bzw. weiß ich nicht, welche bewegungen da tatsächlich stattfinden sollen. viele Grüße R. brückner-Quast

    1. Hallo Ruth
      Mit „Zehen geflext“ (wie z.B. beim 2. Tibeter dem Beine heben) ist folgendes gemeint: Der Fuß ist angespannt und die Zehen „zeigen“ Richtung Schienbein.
      Die Bewegung der Schulterblätter (bei der Rückbeuge) ist nicht einfach zu beschreiben. Nach Beschreibungen und Bildern zu Üben ist leider nicht immer optimal. Dennoch habe ich versucht komplexe Bewegungsvorgänge in Worte zu fassen. Am besten ist es immer wenn man den richtigen Bewegungsablauf selbst fühlen kann. Wenn Du unsicher bist, dann komm gerne mal zu einer Übungseinheit vorbei.

      Viel Spaß beim Üben
      Bruno

  3. Mir haben die 5 Tibeter vor meiner 2. Hüft-OP im Mai entdeckt. Mache sie jetzt ein halbes Jahr jeden Morgen, nach der OP hat es ein paar Wochen gedauert, bis ich mich wieder „getraut“ hab. Manche Entlastungshaltungen hab ich angepasst, so dass ich nicht ganz so extrem in die Beugung gehe. Das Einzige was ich noch nie konnte (aber auch vor den Hüft-OP’s nicht) ist die Brücke auf den Händen. Ich kann das nur im Schulterstand. Ich finde es gut, Bruno, dass du auf deiner Website ausdrücklich Mut machst, die Übungen sich selbst und den Grenzen seines Körpers anzupassen. Ich kann nur allen sagen, auch mit 2 Kunstgelenken kann man beweglich bleiben – allerdings muss man auch dabei bleiben und den Schweinehund überwinden.

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