5. Tibeter – Die Kobra

Grundstellung:
Sitze auf den Fersen, die Zehen sind aufgestellt der Oberkörper beugt nach vorne. Die Arme sind lang ausgestreckt, Handflächen am Boden.
Die Übung beginnt immer ausgeatmet mit dem Kinn Richtung Brustbein. Der Nacken ist gedehnt. (lang)

5-tibeter-kobra-grundstellung

Ausführung:
Im EA (= Einatmen) die Beine strecken, das Gesäß nach hinten und oben bringen, die Fersen ziehen zum Boden. Das Kinn geht Richtung Brustbein, Hohlkreuz versuchen. Hände und Füße bleiben an ihrem Platz.

5-tibeter-kobra

Im AA (=Ausatmen) schiebt die Hüfte nach vorne, unten, berührt aber nicht den Boden. Die Wirbelsäule biegt – vom Lendenwirbel zum Halswirbel – langsam, Wirbel für Wirbel, nach hinten durch. Sich hier wirklich auch vorstellen wie ein Wirbel nach dem anderen bewegt wird, wie eine Perlenkette. Den Brustbereich in der Vorstellung wieder “weit öffnen”. Den Kopf langsam und behutsam in den Nacken sinken lassen. Mund dabei evtl. leicht öffnen. (Beugt Verspannungen im Unterkiefer vor.)

5-tibeter-kobra

Nicht Vergessen: Die Entlastungshaltung

5-tibeter-kobra- entlastungshaltung

Wenn Ihnen diese Haltung am Anfang noch zu Anstrengend ist probieren Sie nachstehende Version. Die Entlastungshaltung soll immer bequem einzunehmen und zu halten sein.

5-tibeter-kobra- entlastungshaltung

Die Entlastungshaltungen sind fester Bestandteil der Übungen!

Alle Übungen in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr.

Zum Übungsvideo


36 Antworten auf “5. Tibeter – Die Kobra”

  1. Hallo Bruno
    ich bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen und sofort wurde mein Interesse an den Übungen geweckt.
    Meine Frage:
    Ich bin weiblich, 63 Jahre und habe eine Skoliose von 60°.
    Darf ich diese Übungen ausführen?
    Seit meiner Kindheit mache ich regelmäßig Krankengymnastik, schwimmen und leichtes Krafttraining.
    Leider nehmen die Schmerzen, jetzt auch die rechte Hüfte weiter zu!
    Viele Grüße Marianne.

    1. Hallo Marianne,
      aus der Ferne, ohne Sie zu kennen, möchte ich das nicht beantworten. (Bitte behandelnden Arzt zu Rate ziehen)
      Aus Erfahrung weiß ich, dass die Übungen bewusst und kontrolliert, ohne zu starken Ehrgeiz ausgeführt, eigentlich immer hilfreich sein können.
      Wichtig ist bei der Ausführung keine Schmerzen zu haben. Gegebenenfalls können die Übungen dann etwas abgeändert werden.
      Wenn Sie in der Nähe wohnen dann kommen Sie doch mal vorbei.

      Beste Grüße
      Bruno

      1. Hallo Bruno
        vielen Dank für Ihre Information.
        Ich werde mich langsam an die von Ihnen vorgegebenen Übungen wagen, evtl. abgewandelt.
        Ich wohne an der schönen Nordseeküste und kann so leider nicht mal eben bei Ihnen vorbei schauen.
        Vielleicht lässt es sich mit einem Urlaub verbinden.
        Auf jeden Fall werde ich mit Ihnen in Kontakt bleiben und vom positiven Erfolg berichten können!
        Liebe Grüße
        Marianne

  2. Hallo Bruno,
    teilweise habe ich nach dem Sport schon die eine oder andere Übung im Rahmen der Gymnastik praktiziert. Leider fallen mir der 4. und 5. Tibeter recht schwer, da mein rechter Arm ca. 10 cm verkürzt ist. Das heißt, ich bin entweder in Schieflage bei der Übung oder ich stütze mich nur mit links ab, was aber eine enorme Kraftanstrengung für mich bedeutet. Hast du evtl. einen Rat für mich?
    Vielen Dank vorab!

    1. Hallo Holger,
      die beste Lösung, aus meiner Sicht, ist einen Holzklotz in geeigneter Größe unter zu legen. Somit haben Hände, Arme und Schultern die gleiche Stellung. Beim einarmigen Abstützen „kämpfst“ du zu viel mit der Bewegung – vor Anstrengung.
      Ziel ist es „von der Übung bewegt zu werden“. Dies ist bei Krafteinsatz nicht möglich.

      Bleib am Ball
      Bruno

  3. Hallo und von Herzen danke für die zwei Versionen. Ich hatte stets ein schlechtes Gewissen weil ich nicht so schnell Atem und Körperrhytmus koordinieren konnte. Ich hatte lange Zeit Rückenbeschwerden nach einem Unfall. So kann ich nun ruhig und entspannt die Übungen machen und meditativer ist es auch. herzlichst Corina

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